Mont Ventoux

Im Mai begann die Heiße Phase unserer Urlaubsplanung. Alles war offen. Geschwankt wurde zwischen Frankreich, da wo wir letztes Jahr aufgehört haben, mit der Holländischen Küste und einer Rundfahrt durch Dänemark. Eines der Frankreich Features aus dem Vorjahr war ja, dass ich morgens immer die Gegend mit dem Rad erkunden konnte. Hatte sich immer irgendwie angeboten.

Die Tage vor der Berg-Befahrung waren sehr schön, auch an der Côte d’Azur kann man schön Urlaub machen und natürlich auch wunderbar Radfahren. Die Highlights waren eine Tour zum Col de Collebasse, eine CX Tour im Forêt De L‘Esterel und die Tour mit Leo durch die Galleria Capo Nero. Leo hatte so einen Spaß. Im Nachhinein hätten wir beide sicher mehrmals da durchfahren können.

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Die Tage verflogen wie immer wie im Fluge und in aller Vorfreude auf den Mont Ventoux, bin ich sicher allen mächtig auf den Keks gegangen. Dies hatte für Mich aber auch den Motivationsvorteil, das es gar nicht mehr anders ging und ich musste den Berg auf jeden Fall hoch.

Zum wie hatte ich mir nicht viel Gedanken gemacht. Wikipedia sagt, dass die Spitze von 3 Seiten aus erreichbar ist. Ich hatte den Anstieg von Bedoin aus gewählt. Dies war auch die schnellste zu erreichende Route von unserem Campingplatz in Villes-sur-Auzon. An dem Tag war es glaube ich gute 34Gard heiß. Im Tahl war das fahren fast unerträglich. Mann was hatte ich mir da eingebrockt. Temperatur viel zu heiß, umkehren und aufgeben ging auch nicht, also das Kopfkino wegstrampeln. Wann geht der Anstieg los, wird das Wasser reichen, hätte ich mehr Gels mitnehmen sollen, ach was egal das wird schon. Einfach nur fahren. Auf einmal beginnt es etwas anzusteigen aber, der Weg wird mehr zum Feldweg, das kann doch nicht sein. Da hatte mich die komoot Route kurzerhand auf ne Nebenstraße navigiert. Zum Glück bin ich nicht mit nem Renner unterwegs. So sorgt der Weg für etwas Abwechslung. Dann beginnt er, der Anstieg. Alter Schwede denke ich das wir ne Plackerei. Und das war es. Immer nach oben, ohne Unterbrechung. Zum Glück ist die Route sehr schön und ich konnte immer wieder Pausen für Fotos machen.

mont_ventoux_1mont_ventoux_2Die Steigung und die vielen Pausen forderten aber bald ihren Tribut. Das Wasser und die paar Gels die ich hatte waren aufgebraucht. Zum Glück gab es ein Restaurant kurz vor dem Gipfel das noch offen hatte und ich konnte beide Flaschen auffüllen. mont_ventoux_3mont_ventoux_4

Ich denke ab da an waren es noch 400 Höhenmeter, die aber mit der neuen Energie gut erkurbelt werden konnten.

Und dann der Gipfel. Das Wetter war Spitze, Sonne, wenig Wolken und weite Sicht, es hätte nicht besser sein können. Die Freude im Kopf war wieder unbeschreiblich.

Manchmal ist es gut, nicht zu wissen worauf man sich einlässt, dann wird es zum Erlebnis…

Ich nahm mir damals 10 Minuten und genoss die Stimmung, die Landschaft, machte ein paar Fotos und dann gings wieder Abwärts.

Was vorher, gute 3 Sunden gedauert hatte, war in 30 min schon wieder vorbei. Die Abfahrt war schön, wobei ich mich mit neuen Rad noch nicht so wahnsinnig wohl gefühlt hatte, auch die Örtlichkeit kannte man ja noch nicht bis ins letzte Detail.

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Zurück am Campingplatz angekommen und ich bin ziemlich kaputt.

Bei ein paar Nudeln und einem Schluck Wein lasse ich den Tag ausklingen. Mann war das schön…

Mont Ventoux

CX im Forêt De L‘Esterel

Runde nach San Filippo

Galleria Capo Nero

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